Freie Vereinigung der Meister öffentlicher Verkehrsbetriebe e.V.
Freie Vereinigung der Meisteröffentlicher Verkehrsbetriebe e.V.

 

 

Fachtagung der „FREIEN VEREINIGUNG DER MEISTER ÖFFENTLICHER

VERKEHRSBETRIEBE e. V.“ bei Fa. Bombardier in Bautzen am 18. und 19. September 2013.

 

Die Firma Bombardier Transportation GmbH hat die Straßenbahnbahnmeister der „Freien Vereinigung der Meister öffentlicher Verkehrsbetriebe e. V. (FVM) zur Fachtagung am 18. und 19. September 2013 nach Bautzen eingeladen.

 

Herr Frank Gartner von Bombardier, Werk Bautzen, begrüßte die Teilnehmer der FVM sehr herzlich. Dietfried Degel von Bombardier Vertrieb stellte das Tagungsprogramm vor und gab einen Rückblick über vergangene Fachtagungen.

 

Folgende Themen aus der Straßenbahntechnik wurden vorgestellt:

 

  • Standort Bautzen und die aktuelle Produktpalette
  • Flexity Classic – Neue Generation
  • Besichtigung der Fertigungsstätte
  • Besichtigung Flexity Classic (NF2) Essen
  • Neuentwicklung bei Bombardier wie z. B. Weiterentwicklung Flexity Fahrzeuge, Antriebstechnik mit Endergiespeicher und fahrdrahtloses Fahren.
  • Retrofil Stromrichtergerät, SRG 13SG33 in Darmstadt
  • Besichtigung der Teststrecke und Testfahrt.

 

Herr Olaf Schmiedel stellte den Bombardier Standort Bautzen und die aktuelle Produktpalette vor.

Bombardier ist mit der Flexity Familie für Straßen-, Stadtbahnen oder Light Metros Marktführer. In vielen Städten der Welt werden die Bahnen nach Kundenwunsch geliefert und haben damit eine vielseitige technische Ausrichtung.

 

Hierzu einige Merkmale für die Straßenbahn:

 

  • Integriert in den innerstädtischen Verkehr
  • Kleine Kurvenradien zwischen 12 und 18m
  • Einstiegshöhen zwischen 200 und 350 mm
  • Max. Haltestellenabstände 400 m
  • Fahrzeugbreiten zwischen 2,3 und 2,65 m
  • 100 % Niederfluranteil (Flexity 2 mit Achsfahrwerken) oder 70 % Niederfluranteil (Flexity Classic mit Drehgestellen)

 

 

Stadtbahn:

 

  • Hauptsächlich auf eigenem Gleiskörper
  • Kurvenradien zwischen 20 und 25 m
  • Einstiegshöhen CTLF und TT Fahrzeuge › 350 mm
  • Einstiegshöhen CTHF Fahrzeuge › 900 mm
  • Haltestellenabstände › 400 m
  • Fahrzeugbreite 2,65 m
  • Flexity Niederflurstadtbahnen (CTLF), Hochflurstadtbahnen (CTHF) und 2-System Fahrzeuge (Tram-Train)

 

 

Light Metros:

 

  • Fahrzeugbreiten zwischen Kleinprofil (2,3 m) bis 2,9 m
  • Leichte und mittlere Achslasten 7 bis 14 t
  • Einstiegshöhen › 800 mm
  • Haltestellenabstände › 400 m

 

 

Folgende Fahrzeugbesonderheiten wurden vorgestellt:

 

  • Flexity 100NF - Flexity 2 Module, Konfigurationen, Drehgestellmodule, Fahrgastmodule, Fahrerstandmodule usw.
  • Anwendungsbeispiele: Flexity 2, Blackpool, Goldcoast, Basel, Delijn und Melbourne

 

Mit dem Thema “Neue Generation Flexity Classic“ wurde von Hans-Ulrich Raith der aktuelle Projektstand vom Auftrag 32 Fahrzeuge Flexity Classic NF2 Essen/ Mülheim vorgestellt. Von der Planung, den einzelnen Fertigungsschritten bis zur Auslieferung eines erprobten Fahrzeuges. Die dreiteiligen Zweirichtungsfahrzeuge sind 30 Meter lang, 2,3 Meter breit und mit dem innovativen BOMBARDIER MITRAC Antriebs- und Steuerungssystem ausgestattet. Die konventionellen Triebdrehgestelle erhöhen die Laufruhe und reduzieren den Rad- und Schienenverschleiß. Die neuen FLEXITY Straßenbahnen für Essen basieren auf den bisherigen M8D Niederflurwagen der ersten Generation, werden voll klimatisiert und entsprechen dem aktuellen Normenstand.

Insgesamt wurden bisher mehr als 550 FLEXITY Classic Straßenbahnen weltweit bestellt bzw. geliefert und sind beispielsweise in Dortmund, Dresden, Frankfurt, Halle, Kassel und Krakau erfolgreich im Fahrgasteinsatz. Die Straßenbahnen werden am Bombardier Standort in Bautzen gefertigt. Die elektrische Ausrüstung kommt aus dem Werk Mannheim, die Drehgestelle kommen aus Siegen.

 

Es erfolgte eine Besichtigung der Fertigungsstätten unter der Führung von Olaf Schmiedel.Zur Neuentwicklung bei Bombardier gab es folgende Präsentationen:

 

  • Weiterentwicklung Flexity Fahrzeuge

Dr. A. Hauptmann

  • Antriebstechnik mit Energiespeicher

Dr. M. Fröhlich

  • Fahrdrahtloses Fahren

Dr. M. Fröhlich

 

Energiespeicherlösungen

Für umweltfreundliche und ressourcenschonende Nutzung von Energie und unter dem hohen Kostendruck der Betreiber hat Bombardier nach Energiesparsystemen gesucht und bereits mehr als 13 Jahre Erfahrung beim Energiespeichern und Techniken für oberleitungsfreien Betrieb.

 

  • o    Mitrac Energy Saver für energiesparenden Betrieb oder kurze fahrdrahtlose           Strecken
  • o   Traktionsbatterie für oberleitungsfreien Betrieb

 

Es wurden Traktionsausrüstungen mit Energiespeicher vorgestellt, Beispiele von Energiemessungen an Fahrzeugen der RNV aufgezeigt und über die neuesten Lösungen zum fahrdrahtlosen Betrieb unter dem Projektnamen „Primove 50 Traction Battery für Bahnanwendungen“ informiert

 

Die letzte Präsentation wurde von Regina Bauerfeld und Josef Durst vorgetragen. Das Thema dieser Präsentaion war „Retrofit Stromrichtergeräte SRG 13SG33 in Darmstadt“ In diesem Vortrag stellte sich die Frage, wann macht diese Maßnahme Sinn? Zu welchem Zeitpunkt? Im Rahmen einer wirtschaftlichen und technischen Ausrichtung? (Abkündigung von Bauteilen). Planung, Ausrichtung und Erfolgsergebnis dieses Projektes wurde im Kollegenkreis ausgiebig diskutiert.

 

Begleitet von Meke Herbrich wurde eine Testfahrt durchgeführt und dabei die neue Teststrecke besichtigt.

 

Im Rahmen der Abschlussdiskussion bedankte sich Klaus Buchheimer im Namen aller Teilnehmer der „Freien Vereinigung der Meister öffentlicher Verkehrsbetriebe e.V. bei Bombardier für die hochinteressante Fachtagung.

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