Freie Vereinigung der Meister öffentlicher Verkehrsbetriebe e.V.
Freie Vereinigung der Meisteröffentlicher Verkehrsbetriebe e.V.

 

 

11.       Fach- und Sprechertagung bei der Firma Stäubli in Bayreuth

 

Datum: Fr. 19.11. – Sa. 20.11.2010

 

Teilnehmer:  23

 

Fachtagung

 

   Nach dem Eintreffen der Teilnehmer begrüßten Herr Strauch und Herr Bomsdorf die Tagungsteilnehmer und eröffneten die Fachtagung. Anschließend gab Herr Schmidt einem umfassenden Überblick über die traditionsreiche Geschichte der Firma Stäubli.

   Nach der Gründung der Firma „Schelling & Stäubli“ befassten sich die Firmengründer mit der Entwicklung von Schaftmaschinen. Bereits Anfang es 20igsten Jahrhunderts wurde ein weiteres Werk in Frankreich gegründet. Nach einer konsequenten Weiterentwicklung der Schaftmaschinen erfolgte im Jahr 1956 eine erste Diversifizierung im Bereich "Hydraulik und Pneumatik" mit dem Beginn der Herstellung von Schnellkupplungen. Bereits 10 Jahre später konnten die Stäubli-Schnellkupplungen mit Sicherheitsverriegelung weltweit eingeführt werden. Der Entwicklung von Multi-Kupplungssystemen Anfang der 70iger Jahre folgte die Einführung von Stäubli Sicherheits-Schnellkupplungen für Druckluft im Jahre 1982. Seit dieser Zeit entwickelte die Firma Stäubli ebenfalls Schnellkupplungen für die unterschiedlichsten Anwendungen in Schienenfahrzeugen wie z.B. Kühlung, Hydraulik oder Druckluft. Mit der Übernahme der Schweizer Firma Muli-Contact im Jahr 2002 gelang nicht nur der Einstieg in den Markt für Elektro-Steckverbinder, sondern auch die Vervollständigung der Produktpalette, sodass die Firma Stäubli heute in der Lage ist, Mechatronik-Lösungen in den drei Sparten Textilmaschinen, Kupplungssysteme und Industrieroboter anzubieten. Das breite Produktsortiment umfasst Jacquard-, Schaft- und Teppichwebmaschinen, Schnellkupplungssysteme für Flüssigkeiten, Gas und elektrische Energie, Werkzeugwechselsysteme, SCARA- und Sechsachs-Knickarmindustrieroboter  inkl. Steuerungen und Software. Am Standort Bayreuth arbeiten heute ca. 300 Mitarbeiter in den Bereichen Entwicklung, Produktion, Verkauf, Service, Kundensupport und Schulung. Weltweit ist die Firma Stäubli mit über 3000 Mitarbeitern in 25 Ländern und Vertretungen in über 50 Ländern präsent. Seit 1969 ist Stäubli auch in Bayreuth mit einer eigenen Produktionsstätte vertreten. Als Teil dieses internationalen Konzerns ist Stäubli in Deutschland in zwei Unternehmen aufgeteilt, die beide ihren Sitz in Bayreuth haben. Die Stäubli Tec-Systems GmbH ist für die Bereiche Robotik und Connectors zuständig und die Stäubli GmbH produziert und vertreibt Schaftmaschinen für die Textilindustrie.

 

Schnellkupplungen für Fahrzeuge des ÖPNV

 

   In seinem Vortrag ging Herr Bomsdorf auf die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Stäubli Schnellkupplungen in Schienenfahrzeugen und Bussen ein. Als einer der weltweit führenden Hersteller von Schnellkupplungssystemen für Flüssigkeiten, Gase und elektrische Energie  ist die Firma Stäubli nicht nur in der Lage standardisierte, sondern auch maßgeschneiderte Produkte ( Mono- und Multikupplungen, Werkzeugwechsel- und Schnellspannsysteme) anzubieten, welche sich alle durch Sicherheit, Leistung sowie Qualität auszeichnen.

   Die Verbindungslösungen für die Kühlung der Bordelektronik, Motoren und Transformatoren verfügen nicht nur über eine hochwertige Robustheit bei allen Arten von mechanischen Anwendungen sondern dichten die Verbindung beim lösen zunächst nach außen ab, bevor ein Ventil geöffnet wird, wodurch das Austreten von Flüssigkeiten vermieden wird.

   Die Druckluft-Schnellkupplungen von Stäubli Connectors tragen zu einem extrem effizienten Druckluftnetz bei. Im besonderen Maße schützen Technik, Material und Funktion der Kupplungen vor Leckagen und Druckverlusten. Energiekosten können so deutlich reduziert. Das Stäubli-Programm hält für die unterschiedlichen Druckluft-Anwendungen sowohl standardisierte als auch kundenspezifische Schnellverschlusskupplungen bereit. Der Sicherheitsaspekt steht bei allen Schnell-Kupplungssystemen dabei an oberster Stelle. Darüber hinaus entlastet die einfache Handhabung den Anwender von unangenehmen Biege- und Drehmomenten.

   Auch für den Einsatz von Prüf- und Kontrollstutzen hält die Firma Stäubli die passenden Lösungen bereit. Während Prüfstutzen zum Messen von z.B. Bremsdrücken eingesetzt werden, sind Kontrollstutzen in die Steuerleitungen zwischen Wiegeventil und Steuerventil eingebaut und messenden von den Wiegeventilen erzeugten Steuerdruck. Die Fremdeinspeisung des Steuerdruckes ermöglicht eine Prüfung der Belastung durch die Simulation des Belastungsdruckes.

   Die Multikupplungen bieten eine Effizienzsteigerung in allen Bereichen. Mit den Mehrfachanschlussplatten hat der Anwender vielfache Anschlussmöglichkeiten. Die zahlreichen Möglichkeiten von Verbindungsstücken, Durchmessern, Durchflussgeschwindigkeiten, Absperrungen, Verriegelungstypen können auf ein und derselben Platte mit einem Arbeitsvorgang gekuppelt werden. Gleichzeitiger Anschluss verschiedener Energiequellen, ohne die Gefahr von Fehlern und ohne Auswirkungen auf die Leistung in Bezug auf Durchfluss und Dichte.

   Die große Anzahl an Verriegelungskugeln in jeder einzelnen Stäubli-Kupplung sorgt für eine sichere Verriegelung. Die Kupplungen erhalten dadurch die erforderliche Robustheit für hohe mechanische Beanspruchungen wie Vibrationen oder Schwingungen. Für die Anwendungen im Außenbereich und unter Schienenfahrzeugen empfehlen sich besonders die Versionen mit Schutzmanschetten.  

   Mit einer ausgiebigen Führung, inklusive praktischen Vorführungen und Versuchen, im Kundencenter und einer anschließenden regen Abschlussdiskussion endete der erste Tag diese informativen und kurzweiligen Fachtagung.

 

Sprechertagung

  

   Zur Eröffnung des zweiten Teils der Veranstaltung gaben Werner Strauch und Uwe Pacynski einem umfassenden Rückblick auf die Fachtagungen in 2010 Die fachliche Qualität der Tagungen war wie immer sehr gut. Aus einigen Schaubildern ging hervor, dass die für das Jahr 2010 geplanten Teilnehmerzahlen nicht immer erreicht werden konnten. Insgesamt haben 280 Meisterkollegen die Tagungsangebote genutzt. Die Teilnehmerzahlen sind demnach gegenüber 2009 leicht zurückgegangen, trotz der überwiegend positiven Resonanz in den Fachtagungs-Fragebögen.

   Anschließend stellten die beiden Vorsitzenden den Sprechern die Fachtagungen für das Jahr 2011 vor. Auch im nächsten Jahr werden die Fachtagungen für die Meisterkollegen wieder interessante und ausgewogene Tagungsprogramme bieten. Die Gesamttagung wird Anfang April bei der Rheinbahn AG in Düsseldorf stattfinden. Neben einer ausgiebigen Besichtigung der Haupt- und Betriebswerkstätten steht dort auch, im Rahmen unserer Hauptversammlung, die Neuwahl des Vorstandes an. Die Arbeitsschutz-Fachtagungen mit der VBG stehen auch im Jahr 2011 wieder unter dem Thema: „Arbeitsschutz in Verkehrsunternehmen“ und werden  im März und November durchgeführt. Der Veranstaltungsort sowie die Art der Durchführung der nächsten Sprechertagung wurden im Kreis der Sprecher ausgiebig diskutiert. Die Sprecher wurden darauf hingewiesen, dass der Vorstand immer auch Tagungsvorschläge aus dem Kreis der Sprecher entgegen nimmt.

   Klaus-Peter Titze stellte den Sprechern, anhand von anschaulichen Diagrammen, den Kassenbericht für das Jahr 2009 vor. Den Ausgaben standen höhere Einnahmen gegenüber, sodass im Jahr 2009 ein Plus in der Kasse zu verzeichnen war. Die Sprecher bescheinigten dem 1.Kassierer eine sorgfältige, übersichtliche und einwandfreie Kasse geführt zu haben.

   Bei der Mitgliederentwicklung im Jahre 2010 standen 6 Eintritten, 4 Austritten gegenüber, was die Mitgliederzahl am Tag der Sprechertagung auf 393 Kollegen anhob. Gegenüber dem Jahr 2009 bedeutet dies einen weiteren Anstieg der Mitgliederzahl. Durch die Aufnahme eines Kollegen von der SWU Verkehrs GmbH Ulm stieg die Zahl der Mitgliedsbetriebe auf 61.

   Manfred Fischer, als Verantwortlicher für die Redaktionsarbeit der Intern, berichtete über den Abschluss der Ausgabe Intern 2010. Wie jedes Jahr konnte unsere Informationsschrift durch die Werbeeinnahmen finanziert werden. Auch die Ausgabe 2010 fand bei den Meisterkollegen, den Verkehrsbetrieben aber auch bei den Werbepartnern wieder großen Anklang. Die Sprecher wurden aufgefordert, Berichte aus den Betrieben bzw. Neues aus der Technik, für die aktuelle Ausgabe, zu verfassen und der Redaktion Intern zur Verfügung zu stellen.

   Da aus dem Kreis der Sprecher an der Vorstandsarbeit keine Kritik geäußert wurde, fühlt sich der Vorstand in seiner Arbeit bestätigt und versprach, mit der Unterstützung der Sprecherkollegen, die Vorstandsarbeit auch in Zukunft in der gewohnten Form fortzuführen.

 

Uwe Pacynski, Rheinberg

 

Fotos:  Werner Strauch, Essen

 

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