Freie Vereinigung der Meister öffentlicher Verkehrsbetriebe e.V.
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07. Fachtagung bei der Firma Elbe-Gelenkwellen in Köln

Datum: Di. 07.09.2010

Teilnehmer: 10

 

Fachtagung für KFZ-Meister

Am 07.09.2010 wurde mit der Firma Elbe Gelenkwellen ein Seminar zum Thema Gelenkwelle durchgeführt. Nach dem Eintreffen der Teilnehmer der öffentlichen Verkehrsbetriebe wurde nach einer kurzen Begrüßung eines Vorstandsmitgliedes der FVM das Familienunternehmen Elbe von Geschäftsführer Herrn Uwe Virnich vorgestellt. Gegründet vor über 40 Jahren von den Eheleuten Anna und Josef Virnich stellt das heute inhabergeführte mittelständige Familienunternehmen eine feste Größe im Arbeitsmarkt von Köln dar.

Nach der Vorstellung der Fachreferenten wurden die Meisterkollegen in das breite Spektrum der Gelenkwellen und deren Anwendungsgebiete von Herrn Markus Steinbach eingeführt.

Themen wie Konstruktion und Anwendungsbedingungen wurden ebenso wie die Schadensbefundung und Wartung der Gelenkwellen ausführlich behandelt.

Besonderes Interesse galt der Begutachtung der beschädigten Bauteile. Montagefehler, wie auch Wartungsfehler, konnten so lückenlos dokumentiert und analysiert werden. Die Vielzahl der Anwendungsmöglichkeiten von den verschiedenen Gelenkwellen war genauso interessant wie Grundlagen in der Konstruktion.

Herr Jürgen Klemmer, Fachmann in der Frequenz- und Schwingungsanalyse referierte nach einer kurzen Kaffepause über die Grundbegriffe der Schwingungsmeß- und Frequenzanalyse.

Anhand von Frequenzanalysen kann Verschleiß in der Entstehung analysiert und es kann zustandsorientiert repariert werden, bevor der einzelne Schaden zu groß wird und weitere Kosten entstehen können. Durch einen Versuchsaufbau konnten sich die Meisterkollegen über Ursache und Wirkung von Schwingungen ein Bild machen.

Bei der anschließenden Betriebsbesichtigung konnten die Teilnehmer sich über die Instandsetzung und Konstruktion der verschiedenen Gelenkwellen in der Praxis informieren. In dem mit über 70 Mitarbeitern geführten Betrieb werden alle einkommenden defekten Bauteile erst einmal zerlegt und befundet. Am Anfang einer jeden Reparatur steht die Schadensanalyse. Nicht nur offensichtliche Schäden müssen festgestellt und bewertet werden, sondern auch die möglichen Folgeschäden wie Haarrisse, Verwindungen u. ä. erkannt werden. Nur so wird die einwandfreie Funktion der Gelenkwelle nach der Reparatur gewährleistet. In einem 24-Stunden-Service werden dann alle defekten Bauteile ersetzt und die Welle wieder nach Zusammenbau und Wuchten an den Kunden ausgeliefert.

Im Auswucht-Center werden die bis zu dreiteiligen Antriebsstränge, mit einer Länge von bis zu 5 Metern und einem Gewicht von bis zu 2000 kg, analysiert und optimiert. Das wird dann nur noch begrenzt auf einen Durchmesser von max. 1.800 mm sowie einer Prüfdrehzahl von 200 - 10.000 U/min.

In einem großen Lager werden alle benötigten Ersatzteile der Gelenkwellenreparatur bereitgehalten. Selbst für ausgefallenste Gelenkwellentypen sind Teile oder Tauschkomponenten vorhanden.

Neben den Gelenkwellen-Elementen umfasst das Lager auch alle gängigen Markenersatzteile, Verschleißteile, Werkzeuge und vieles mehr für Nutzfahrzeuge, Leichttransporter und Pkw die zum Teil durch Lieferservice bis an das defekte Fahrzeug geliefert werden. Das Ersatzteil verlässt schon 1 Stunde nach Eingang der Bestellung die Firma.

Nach der Rückkehr aus den Reparaturhallen ging eine sehr informative und interessante Fachtagung zu Ende. Die FVM bedankte sich bei der Geschäftsleitung im Namen aller Teilnehmer für die erstklassige Tagung, die von den Teilnehmenden als sehr positiv bewertet wurde.

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