Freie Vereinigung der Meister öffentlicher Verkehrsbetriebe e.V.
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02. Fachtagung bei der Fa. BU Drive (Bücker + Essing) in Lingen (Ems)

 

Datum: 23.02.2010

 

Teilnehmer: 24

 

Fachtagung für Kfz. - Meister

 

Nach der Begrüßung der Teilnehmer stellte Herr Clemens Ortgies (Geschäftsführer Bücker + Essing), die Unternehmensgruppe BU Drive vor.

Die 1963 gegründete Firma Bücker + Essing  wurde  2007 in BU Drive umbenannt. Zu BU Drive gehören die Unternehmen BU Bücker & Essing GmbH, BU Turbo Systems GmbH, BU Drive Austria GmbH, BU Drive USA Inc., Schmitz + Krieger GmbH und Erasmus + Willms GmbH.

Die Kernkompetenz von BU Bücker & Essing liegt in der Motoren- und Baugruppeninstandsetzung sowie der mechanischen Bearbeitung. Darüber hinaus bauen sie Motoren um und fertigen Neumotoren für Spezialanwendungen. Sollten Ersatzteile für Motoren nicht mehr am Markt erhältlich sein, können sie diese neu anfertigen. Das neue Leistungsspektrum Gasmotoren für Flüssiggas, Erdgas und Biogas erweitert mit der Marke BUTEC die Produktpalette. Im Bereich der Gasmotoren arbeiten sie mit namhaften internationalen Herstellern zusammen. Der Service an Motoren wird bei ihnen groß geschrieben. Fast alle Instandhaltungsumfänge inklusive der mechanischen Bearbeitung können sie auch „vor Ort" direkt an der Anlage durchführen, so kundennah wie möglich.

 

Herr Karsten Reinwardt referierte danach über die Funktionsweise, verschiedenen Bauarten und die Anforderungen an moderne Turbolader. Dabei wurden verschiedene Schnittmodelle aus dem Bereich der PKW- und NKW-Turbolader zur Veranschaulichung genutzt. Die Firma BU Turbo Systems GmbH stellt keine eigenen Turbolader her, vertreibt und repariert aber alle bekannten Hersteller und hat ca. 8000 Turbolader ständig am Lager. Die Entwicklung zeigt, dass in Zukunft verstärkt Turbolader zum Einsatz kommen werden. Da Turbolader mit bis zu 330000 U/min drehen (Smart), muss besonders auf eine fachgerechte Montage geachtet werden. Wichtig ist auch die Ölqualität und das kein Ölmangel am Turbolader vorhanden ist.

 

Das nächste Thema, die Motorinstandsetzung, stellte Herr Alfons Merscher vor. Bei der Anlieferung der defekten Motoren wird eine Bestandsaufnahme mit Fotos und Dokumentation durchgeführt. Anschließend wird der Motor in alle Einzelteile demontiert und gereinigt. Danach wird der Schaden befundet und entschieden ob eine Komplettreparatur oder eine Bedarfsreparatur durchgeführt wird. Bei der Instandsetzung und Motorblockbearbeitung werden CNC gesteuerte Maschinen eingesetzt. Der nächste Schritt ist die Ersatzteilbeschaffung und die Bereitstellung der Teile am Montageplatz. Dort wird alles nach Norm montiert. Beim anschließenden Prüfstandslauf werden die Motoren auf Leistung, Funktion und Dichtheit überprüft. Die häufigsten Motorschäden entstehen durch Biokraftstoffe (Ölverschlammung) – Gewaltschäden - Überhitzung – Staub und Undichtigkeiten im Ladedruck-System.

 

Das aktuelle Thema „Abgasgesetzgebung - Neue Technologien" griff Herr Clemens Ortgies auf. Ausführlich wurden die Herausforderungen für Motormanagement und Einspritzsystem, die mit immer weiter verschärften Emissionsgrenzwerten einhergehen, erörtert. Glücklicherweise stehen bereits eine Reihe von technischen Möglichkeiten für On- und Off-Highway-Nutzfahrzeug-Applikationen zur Verfügung.

 

Dann informierte Gastredner Herr Wolfgang Booke von der Firma Dinex (Hersteller von Dieselpartikelfiltern) über die Nachrüstung von Dieselpartikelfiltern bei Bussen. Eine solche Nachrüstung ermöglicht die Reduzierung der Emissionswerte - und darüber den Erhalt der grünen Umweltplakette.

 

Anschließenden wurden die Teilnehmer durch die Fertigungshallen geführt. Hier erhielten sie direkt an den Maschinen Einblick in die einzelnen Arbeitsgänge zur Instandsetzung der Motorkomponenten wie Motorblock, Kurbelwelle oder Zylinderkopf. Dazu gehörte selbstverständlich die Begutachtung des imposanten Motorenprüfstands. Sehr interessiert nutzen sie die Möglichkeit, den Mitarbeitern bei der Montage eines Motors über die Schulter zu schauen. Besonderes Interesse zog die Ausstellung beschädigter Bauteile auf sich: Am Objekt lässt sich die Ursachenforschung und die Ausprägung von Motorschäden noch besser verstehen und einschätzen. Beeindruckend waren auch die Dimensionen der Motorenteile eines Schiffsmotors, sowie die dazugehörigen Bearbeitungsmaschinen. Die Fertigungshallen hinterließen bei den Teilnehmern einen gut durchorganisierten und sauberen Eindruck.

Abschließend bedankt sich die FVM, im Namen aller Teilnehmer, für die Ausrichtung einer hochinteressanten und kurzweiligen Fachtagung.

 

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