Freie Vereinigung der Meister öffentlicher Verkehrsbetriebe e.V.
Freie Vereinigung der Meisteröffentlicher Verkehrsbetriebe e.V.

Tagungsbericht Schunk 24.-25.03.2009

 

 

Mit einleitenden Worten fand die Begrüßung durch Herrn Fleischhauer statt. Der hohe Stellenwert der Tagung wurde dadurch deutlich, das zu jedem Teilnehmer auch der zuständige Außendienstmitarbeiter anwesend war. In einem sehr innovativen Film ist die Firmengeschichte und die Bandbreite der Produkte dargestellt worden. Die Geschichte der Fa. Schunk & Ebe GmbH begann 1913 in Fulda. Aufgrund der Vergrößerung der Produktionsfläche, wechselte die Firma 1918 nach dem jetzigen Standort in Heuchelheim. Heute ist die Schunk-Gruppe mit Ihren Produkten weltweit aktiv. Sie gliedert sich in folgende vier Technologiezweige: Kohlenstofftechnik und Keramik (Schunk Materials), Umweltsimulations- und Klimatechnik (Weiss Technik), Sintermetalltechnik und Sonosystems. Obwohl der nächste Programmpunkt die Werksbesichtigung der hochmodernen Fertigung den Produkten der Schunk Bahn- und Industrietechnik beinhaltete, begann der nächste Tag mit dem Hauptthema dieser Fachtagung, der Schunk Kohlenstofftechnik. Auch hier konnte man sich bei einer Werksführung erst einmal einen Überblick über die Mannigfaltigkeit der Kohlenstoffprodukte verschaffen. Eins ist allerdings schnell deutlich geworden: die Herstellung benötigt ein sehr großes Flächenareal. Es ist ebenfalls äußerst interessant, wie aus dem Ausgangswerkstoff ein letztendlich bekanntes Kohlenstoffprodukt entsteht. Im Bereich der Vollstromabnehmer ist der, mit dem Medium Luft versorgte, Balgantrieb erläutert worden. Er dient zum Heben und Senken, sowie zur Einstellung der Anpresskraft. Stromabnehmer für den Nahverkehr verfügen u.a. über integrierten, elektrisch isolierten Spindelsenkantrieb und Notabsenkung über eigene Batterie. Eine Bruchsicherung im Knie- und Spiesgang hat den Schutz des Fahrdrahtes zum Ziel. Als Sonderkonstruktion fand der Erdungsstromabnehmer Erwähnung. Bei allen Komponenten wird großer Wert auf Wartungsarmut gelegt. Dennoch durchzuführende Wartung ist einfach. Wartungsprozesse sind z.B. Strombandkontrolle um Lagerschäden zu vermeiden oder nachjustieren der Anpresskraft nach Schleifstücktausch. Zum Thema Elektrokohle sind Problemlösungsvorschläge bei Rillenbildung im Schleifstück erörtert worden. Die Werkstoffe aus Kohlenstoff, Graphit und diversen Metallen vereinigen in unterschiedlicher Beimischung ihre jeweils guten Eigenschaften. Die Verwendung verschiedener Werkstoffe berücksichtigt u.a. die jeweilige elektrische Belastung, die klimatischen Bedingungen und den Fahrdrahtzustand. Diese Parameter ergeben die extremen Anforderungen. Ein nicht zu unterschätzender Punkt ist ebenfalls die Materialpaarung der Reibpartner. In diesem Zusammenhang wurden die vielfachen Vorteile von Klebeschleifstücken genannt. Die Ziele von Weiterentwicklungen sind höhere Strombelastbarkeit, bessere Temperaturbeständigkeit, Verringerung der Schleifstückgewichte und Verbesserung der Umweltverträglichkeit. Als weiteres Produkt ist der Kohle/Kohle Erdungskontakt vorgestellt worden. Speziell aufeinander abgestimmte Elektrographitstoffe erhöhen die Lebensdauer beider Gleitkontaktpartner, gegenüber klassischen Materialien erheblich. Darüber hinaus ist die Elektrographitscheibe völlig unempfindlich gegen sonstige, schädigenden Einflüssen. Es besteht die Möglichkeit der Umrüstung klassischer Erdungskontakte. Das letzte Referat beinhaltete den Einsatz eines Schmierstiftes am Spurkranz und an der Radlauffläche zur Reduzierung der Abnutzung und der Geräusche. Der Schmierstift wird mit einem Halter direkt am Rad appliziert und gewährleistet eine kontinuierliche Schmierung ohne bekannte Nebeneffekte.

 

Besucher

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Freie Vereinigung der Meister öffentlicher Verkehrsbetriebe e.V.

Diese Homepage wurde mit 1&1 MyWebsite erstellt.