Bericht zur Tagung der Firma DES  am … in ….

 

 

Die Firma DES (Diesel Exhaust Systems GmbH) ist eins von zwei 100-prozentigen Tochterunternehmen der 1976 gegründeten Firma HJS Fahrzeugtechnik Beteiligungs-GmbH mit Sitz in Menden. Während die eine „Tochter“ HJS GmbH & Co KG Abgassysteme in Nachrüstung, Ersatz und Montagetechnik für Abgaskatalysatoren oder Dieselpartikelfilter des gesamten PKW-Bereichs abdeckt, versteht sich die DES als Systemanbieter innovativer Diesel-Abgasreinigungsanlagen für On Road Anwendungen (Busse, leichte und schwere LKW), sowie Non Road Anwendungen (Baumaschinen, Gabelstapler, Landmaschinen, etc.) für Erstausrüstung und Nachrüstung in internationalen Märkten. Zusammen haben sie mit 520 Mitarbeitern ein Jahresumsatz im Jahr 2007 von 100 Millionen Euro erwirtschaftet und dabei weitere 10 Millionen Euro in Forschung und Technik investiert. Auch zwei bedeutende Preise zeichnen diese Firma aus: Deutscher Umweltpreis 2003 und Deutschland-Land der Ideen; ausgewählter Ort 2006. Als kompetenter Partner bietet DES dem Kunden individuelle, anforderungsgerechte und wirtschaftliche Lösungen von der Planung über die Entwicklung bis hin zur Fertigung, einschließlich der After-Sales Betreuung.

Die Kernkompetenzen von DES sind Filtertechnologie, Partikelfilter-Regeneration, NOx-Reduktion und Gesamtsysteme zur simultanen NOX- und Partikelreduktion. Die Entwicklung und Anwendung von Abgas- und Filtertechniken allein bei Dieselmotoren ist äußerst vielfältig und auf entsprechenden Euro 0 bis Euro 5, sowie EEV-Motoren abgestimmt. Hierbei handelt es sich um verschiedenste Filterarten von Sintermetallfilter in Voll- oder 100%-Filter (Jet-Filter, Satellitenfilter), Teil- bzw. Offene- Filter (City Filter) oder katalytische Beschichtung von Sintermetallfiltern. Auch keramische Filter, wie Corderit- oder SIC-Filter werden entsprechend verbaut. Partikelfilter-Regenerationen, z.B. CRTÓ (Continuously Regenerating Trap) und Abgasrückführungssysteme gibt es in vielen einzelnen oder auch mit anderen Systemen kombinierten Varianten.

 

Die Gesundheitsgefährdung durch Emissionen von Dieselmotoren, insbesondere Rußpartikel, ist schon seit Jahren weltweit anerkannt und zwingt die Betreiber von Fahrzeugen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), die Städte und Gemeinden zum Handeln. Rußpartikel mit einem aerodynamischen Durchmesser von weniger als 10 μm (PM10), auch Feinstaub genannt, entstehen unter anderem  bei einer unvollständigen Verbrennung (Ruß) von Industrie- und Feuerungsanlagen, aber auch vom immer größer werdenden Kraftfahrzeugverkehr. Mittlerweile gibt es in ganz Europa Aktivitäten zur Verbesserung der Luftqualität. In Deutschland wurden im Januar 2008 die ersten drei Umweltzonen in Köln, Berlin und Hannover eingerichtet. Zur Einhaltung der Luftreinhalteverordnung gibt es bis dato 12 bestehende, 33 bevorstehende und 46 geplante Umweltzonen in deutschen Städten und Gemeinden. Diese dürfen dann nur noch mit den entsprechenden Feinstaubplaketten befahren werden.

Eine der zur Zeit wirksamsten Lösung zur Abgasreinigung bei Bussen sind die CRTÓ-Systeme. Durch diese Technik werden Abgasbestandteile wie Kohlenmonoxid (CO), Kohlenwasserstoffe (HC) und Partikel (PM) auf Euro 5-Level gesenkt. Diesem Diesel-Partikelfilter wird ein hocheffizienter Oxidationsfilter vorgeschaltet. Im Katalysator oxidiert CO sowie alle HCs. Der Ruß wird im nach geschalteten Filter gesammelt. Es findet ein kontinuierlicher Rußabbrand durch NO2 statt, dass am Katalysator gebildet wird. NOX hingegen wird nur geringfügig vermindert.

Eine Beispielrechnung (bei einer mittleren Leistung von 30 KW, mittleren Geschwindigkeit von 20km/h und einer Jahreslaufleistung von 60.000km) nach der Ausgangsbasis des Münchener Zyklus zeigt die hohe Wirksamkeit eines CRT-Systems:

Emission ohne CRTÓ-System:

CO = 81 kg/Jahr , HC = 57 kg/Jahr , PM = 12 kg/Jahr , Ergebnis: 150 kg/Jahr

Emission mit CRTÓ-System:

CO = 1,7 kg/Jahr , HC = 0,8 kg/Jahr , PM = 1,1 kg/Jahr , Ergebnis: 3,6 kg/Jahr

Für die Umwelt heißt das eine nahezu vollständige Reduzierung von Kohlenwasserstoffen und Kohlenmonoxiden, effektive Schadstoffverminderung, Senkung der Partikelmasse > 90% (auch der lungengängigen Kleinstpartikel) und keine weitere Geruchsbelästigung und Sichttrübung durch Dieselmotoren.