Alfred Malinowski  Krefeld

 

Fach – Tagung Frühjahr und Herbst 2008

 

Wochendseminare mit der Berufsgenossenschaft Bahnen vom 11. - 12. April 2008 und 07. – 08. November 2008 in Hamm

 

Referenten:

Dr. rer. nat. C.-D. Grimm, Dipl.-Ing. H. Kähler, Dipl.-Ing. P. Ziems, Dipl.-Ing. B. Hardegen, Dipl.-Ing. K. Gaik

 

Teilnehmer: 44

 

Mit der BG Bahnen fanden zwei Fachseminare für Meister zum Thema “Arbeitsschutz  in Verkehrsunternehmen” mit den oben genannten Referenten statt.

 

Wir bedanken uns recht herzlich beim Technischen Aufsichtsdienst der BG Bahnen sowie bei den Technischen Aufsichtsbeamten, die die Durchführung dieser Wochenendseminare für unsere Meisterkollegen ermöglicht haben.

 

Zum Erfahrungsaustausch der der Seminarteilnehmer wurde eine Erwartungs- und Themenabfrage durchgeführt und in Stichworten gesammelt.

 

Weitere Themen des Seminars waren:

 

§  Die Unfallversicherung im Umbruch

§  Unfallversicherungsmodernisierungsgesetz           

§  Struktur- und Leistungsreform                                

§  Deregulierung im Arbeitsschutz

§  Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie

§  Risiko- und ereignisbezogene Prävention

 

§  Arbeitsschutzstrategien für einen sicheren und gesunden Betrieb Arbeitsschutzmanagementsysteme        

§  Gefährdungsbeurteilung

§  Dokumentation

 

§  Aktuelle Entwicklungen im Arbeitsschutz- und Verkehrsrecht Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz und
Auswirkungen auf das Werkstattpersonal              

§  Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung

§  Betriebssicherheitsverordnung

§  Maschinenverordnung

§  Regelungen über Gefahrstoffe

 

§  Gesundheitsförderung in Verkehrsunternehmen    

§  Allgemeine Maßnahmen                                         

§  Präventionskampagne Haut

§  Aktionsmedien der BG BAHNEN

 

§  Unterweisungen – informativ und nachhaltig

§  Erfahrungsaustausch

§  Abschlussgespräch

           

 

 

Auszugwiese sind in diesem Artikel nur einige Themen ausführlich behandelt worden.

 

Die Unfallversicherung im Umbruch

 

Zukünftig wird es an statt 23 BGén durch Zusammenlegungen nur noch 9 BGén geben.

 

Arbeitsschutz-Management

 

Das Arbeitsschutz-Management verfolgt im Einzelnen die folgenden Ziele

  • Verhütung von Arbeitsunfällen
  • Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren
  • Menschengerechte Gestaltung der Arbeit

 

Unfallanalyse und deren Beseitigung

  • Feststellung von Zuständigkeiten - Unternehmensleitung
  • Umsetzung sicherstellen – mittleres Management
  • Maßnahmenausführung – untere Führungsebene

 

Ziel ist die Verbesserung des Systems incl. Arbeitsschutz

 

Erfahrungsaustausch

 

Nachfolgende Themen wurden von den anwesenden Seminarteilnehmer vorgetragen und untereinander lebhaft und kontrovers diskutiert.

 

Fragen zumBerufskraftfahrerqualifikationsgesetz wurden lebhaft diskutiert. Das Arbeitsschutzteil zu diesem Thema wurde erläutert.

 

Ein konkretes Problem aus einem Verkehrsunternehmen über Lärmbelästigung, sowie konkrete Fragen zum Vibrationsschutz bei Arbeiten mit Drucklluftschraubern, führte zur kurzen Einführung in die Lärm- und Vibrationsschutzverordnung. Die BG-Bahnen kann in diesem Zusammenhang Beratung und Messungen als Hilfestellung anbieten.

 

Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) wurden inklusive der Gefahrenbeurteilung wegen mehrerer Fragen ausführlich erläutert. Im Prinzip muss jedes Unternehmen eine eigene „UVV“ (Gefährdungsbeurteilung nach ArbSchG und BetrSichV), welches auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten ist, erstellen.

 

Frage zur Anzahl an Fluchtwegen aus Arbeitsgruben. Es wurde die technische Regel zur Arbeitsstättenverordnung angesprochen.

 

Wie muss die Wartung von Feuerlöschanlagen in Fahrzeugmotorräumen zur Vermeidung von Bränden vorgenommen werden. Antwort wird nachgereicht, sollte aber mit in das Brandschutzkonzept von Betriebshöfen bzw. Werkstätten mit aufgenommen werden.

 

Die richtige Reinigung von Rußpartikelfiltern wurde nachgefragt. Um eine zu hohe Staubbelastung zu vermeiden, sollten diese zunächst gewaschen und ausgespritzt werden.

 

Möglichkeiten der Wartung an Fahrzeugen mit Hybridtechnik.

Die Mitarbeiter sollten ohne Zusatzausbildung nicht an dem Hochspannungsteilen arbeiten.

 

Die richtige Lagerung von Kraftstoffmaschinen in Werkstätten wurde nachgefragt. Sie sollten verschlossen und gekennzeichnet gelagert werden.

 

Die Gefährdung bei der Wartung von Photovoltaikanlagen auf dem Dach wurde angesprochen. Keine Gefährdung durch elektromagnetische Strahlungen, allerdings ist an die Absturzsicherung denken.

 

Vorgehen bei der Unterweisung von Fremdfirmen. Es sollte auf jeden Fall ein Verantwortungsträger der Fremdfirma unterwiesen werden, welcher dann seinerseits seine Mitarbeiter unterweisen muss. Wichtig ist, dass sich die Unternehmen die Unterweisung der Fremdfirmen unterschreiben lassen.

Hinweis auf die BG-Schrift Arbeit mit Fremdfirmen  

 

Gruppenarbeit zum Thema Unterweisungen

 

Die Teilnehmer konnten schildern, wie die Unterweisungen in Ihren Betrieben vorgenommen werden. Daraufhin wurden Inhalte und Durchführung von Unterweisungen durchgesprochen.

 

Innerhalb von Gruppenarbeiten wurden die Teilnehmer aufgefordert, anhand konkreter Arbeitsunfälle aus den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen eine Unterweisung zu formulieren und anschließend vorzutragen. Unterweisungen zu den Themen:

 

  • Augenverätzungen bei Batterieexplosion
  • Beinaheunfall durch Flammrückschlag an einem Azetylenschweißgerät
  • Arbeitsunfall bei Reparaturarbeiten in einem Fahrzeugradkasten
  • Absturz in eine Arbeitsgrube
  • Handverletzung beim Schleifscheibenwechsel

 

Abschließend wurde ein kurzer Filmbeitrag zum Thema Unterweisung gezeigt.