Bericht zur Tagung in München bei der Münchner Verkehrsgesellschaft MVG und ANNAX
MVG – Nahverkehr für eine Metropole
München ist eine der attraktivsten Städte in Deutschland, dies gilt gleichermaßen für ihre Bürger und für Touristen aus aller Welt. Ein Grund für den Erfolg der bayerischen Landeshauptstadt als eine der wichtigsten Wirtschaftsmetropolen in Europa ist der gut ausgebaute öffentliche Personennahverkehr. Eine Metropole kann nur leistungsfähig sein, wenn sie auf einen leistungsfähigen Nahverkehr zurückgreifen kann.
Dabei ist die MVG im Münchner Verkehrsverbund der starke Partner in Zusammenarbeit mit privaten Kooperationspartnern, die unter anderem den Busverkehr mit der MVG zusammen durchführen. Mit gut 1,25 Millionen Einwohner und täglich ca. 300.000 Pendler – nicht zu vergessen die 3,7 Millionen Touristen – auf einem Verkehrsgebiet von 384 Quadratkilometer liegt München mit einer Fahrgastzahl von 442 Millionen Fahrgästen / Jahr ist die MVG das zweitgrößte kommunale Verkehrsunternehmen in Deutschland. Durch den bei der Städteplanung bedachten Streckenausbau – nahezu jeder Haushalt findet in einem Radius von ca. 400 m eine Haltestelle der MVG - wurde eine enge Verzahnung mit der Stadt realisiert. Ca. dreimal am Tag und etwa 1.000-mal pro Jahr umrunden die Fahrzeuge der MVG die Erde – rechnerisch gesehen. Auf einem Streckennetz von 435 km beim Bus, 86 km bei der U-Bahn und 71 km bei der Tram wird die Kilometerleistung verteilt. Die Tram mit ihren 95 Zügen, vertreten im Stadtgebiet mit 10 Linien, befördert jährlich ca. 83 Millionen Fahrgäste. Alle Linien sind beschleunigt wodurch die Reisezeit spürbar reduziert und die Pünktlichkeit wesentlich verbessert werden konnte. Täglich wird auf 4 Linien Nachtverkehr angeboten. Die 386 Omnibusse, davon 155 Busse privater Kooperationspartner, befördern auf ihrem Liniennetz über 400.000 Fahrgäste. Die 62 Buslinien, davon sechs Nachtlinien, werden überwiegend mit Gelenkbussen befahren. Neueste Fahrzeuge mit Klimaanlage und Schadstoffreduzierten Motoren kommen immer mehr zum Einsatz. Die U-Bahn in München zählt zu den pünktlichsten Verkehrsmitteln. Auf einem Streckennetz von 86 km bewegen sich 572 U-Bahnwagen, verteilt auf 8 U-Bahn-Linien. Die Fahrgastzahlen des U-Bahnbetriebs liegen bei ca. 307 Millionen Fahrgästen / Jahr. Die neu angeschafften U-Bahnfahrzeuge bieten auf einer Länge von 114m rund 912 Fahrgästen ausreichend Platz.
Damit diese Verkehrsleistung auch dauerhaft von den Fahrzeugen – ein Bus wird im Schnitt um die 12 Jahre, eine Tram / U-Bahn um die 35 Jahre alt – wird mit einer Mannschaft von rund 500 Mitarbeitern die Technik der Fahrzeuge auf den aktuellen und sicheren Einsatzzustand gehalten. Zwei Busbetriebshöfe, ein Trambahnbetriebshof, eine Trambahnhauptwerkstatt, sowie die technische Basis für die U-Bahn sind die Heimat der Fahrzeuge, mit denen die MVG die Verkehrsleistungen für München erbringt. Modernste Technik und ein zertifizierter Werkstattbereich sind dafür notwendig.
Neben den imposanten Zahlenwerk rund um die Fahrgastbeförderung, hat die MVG ihre über 100 jährige Geschichte nicht aus dem Blickwinkel verloren. Gerade erst im letzten Jahr eröffnet, findet man auf insgesamt rund 5.000 Quadratmetern am Standort Ständlerstraße 20 ein überaus gelungenes Museum mit über 20 Trambahnen, Omnibussen und Arbeitsfahrzeugen. In Verbindung mit den vielen sonstigen Exponaten und Schautafeln wird ein guter Überblick über die Geschichte des öffentlichen Nahverkehrs in München vermittelt. So sind beispielsweise die Pferdetram 273 (Baujahr 1893, Neubau 1996), der Triebwagen 256 (Typ A, Baujahr 1901), der Triebwagen 670 (Typ G, Baujahr 1944), der Schneepflug 3942 (Baujahr 1941) und der Gelenkbus 145 (Typ MAN 890 UG, Baujahr 1965) zu sehen. Auch der Kopfteil eines U-Bahntriebwagens (Typ B 1.4; Nr. 6497, Baujahr 1981) ist ausgestellt; in diesen ist ein Fahr-Simulator integriert, mit dem die Besucher selbst U-Bahnfahrer spielen können. Schautafeln mit Fotos und Texten informieren über Hersteller, technische Daten und die „Lebensläufe“ der Exponate. Darüber hinaus werden unterschiedliche Themenbereiche wie Stadtgeschichte, Entwicklung des Verkehrs, Technikgeschichte im Überblick, Dienstkleidungen und Accessoires, Beschilderung, Maschinen, Werkzeuge und die Funktionen der Leitstelle Bus und Tram dargestellt.
ANNAX – Anzeigesysteme für alle Anwendungen
Im Jahre 1966 wurde die ANNAX Anzeigesysteme GmbH – mit Sitz in München / Taufkirchen – im Rahmen eines Management Buy-Out aus dem Bereich Anzeigetechnik der Firma Bosch gegründet. Seitdem verfolgt die ANNAX – Gruppe nur ein Ziel: Die Produktion von konkurrenzfähigen Produkten mit einem hohen Qualitätsstandard. Zur weiteren Sicherstellung dieser Ansprüche, wurde unter anderem unter deutscher Leitung und unter Einsatz von deutscher Technik, ein Werk in China eingerichtet und dort auch produziert.
Unter der ANNAX Firmengruppe finden sich die ANNAX Anzeigesysteme GmbH, Passenger Electronics AG, ANNAX Informationssysteme GmbH, ANNAX Mechanik GmbH, Suzhou ANNAXekuna Elec. Ltd. Und die Changzhou KtK ANNAX televic Elec., Ltd. wieder. Alle zusammen bedienen ihre Kunden mit einem vielfältigem Produktportfolio in den Geschäftsfeldern der mobilen und stationären Fahrgastinfosysteme, sowie bei Verkehrsleit- und Sportanzeigesysteme. Das engagierte Team um den Mitbegründer und heutigen Geschäftsführer Dipl. Ing. Wolfgang Elbert herum bietet, Full-Service bei der Beratung, Entwicklung und Ausführung von Baugruppen, Systemen und der dazu notwendigen Software.
Reisekomfort beginnt mit einer umfassenden, flächendeckenden Information der Fahrgäste. Vom Verlassen des Hauses bis zum Erreichen des Reiseziels. Eine große Aufgabe für den Kundenservice der Verkehrsbetriebe.
Eine effektive Lösung bieten die vollautomatischen Informationssysteme von ANNAX Anzeigesysteme GmbH. Anzeigesysteme und Softwarelösungen für die Fahrgastinformation bietet ANNAX für Bahnen, den ÖPNV und Flughäfen an. Information, individualisierte Werbung und auch immer mehr Unterhaltung – übrigens auch ein Mittel um Vandalismus in den Fahrzeugen des Öffentlichen Nahverkehrs zu reduzieren – werden in den Fahrzeugen angeboten. Zur Erfüllung dieser vielfältigen Anforderungen, bieten sich die modernen TFT Bildschirme geradezu an. Die von der Fa. ANNAX hergestellten TFT Monitore entsprechen den aktuellsten Entwicklungen Im TFT Segment. Im stationären Bereich werden Bildschirme in der Größe ab 20 Zoll eingesetzt. Im mobilen Einsatz werden Bildschirmgrößen zwischen 10 und 17 Zoll gerne eingesetzt. Sie bieten in der Regel einen guten Kompromiss zwischen Platzbedarf und Darstellungsgröße. Durch ihre hohe Auflösung sind die Monitore geeignet für die Darstellung von animierten und farbigen Inhalten in Fahrzeugen und an Bahnsteigen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Mit einer typischen Lebensdauer der Hinterleuchtung von 50.000 Stunden, einer hohen Auflösung von bis zu 1280*1024 Pixel, ihrer extrem hellen Darstellung – selbst bei Sonneneinstrahlung ist der Bildschirminhalt noch klar erkennbar und einer sehr guten Lesbarkeit aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln, und zu guter letzt dies alles in einem formschönen und robusten Gehäuse verbaut, lässt sich Information klar und zielgerichtet absetzen.
Hellleuchtende LED- oder LCD-Anzeigen, mit einer automatischen Helligkeitsregelung ausgerüstet, gewährleisten die gute Ablesbarkeit bei allen Umlichtbedingungen. Sie informieren Fahrgäste optimal an Warteplätzen. BiLED-Anzeigen eignen sich besonders gut zur Fahrgastinformation an größeren Plätzen mit Sichtweiten bis zu 35m. Gerade deshalb werden neben den TFT Anzeigen auch gerne die so genannten BILED-Anzeigen aus dem Hause ANNAX in Nahverkehrsfahrzeugen als Zugzielanzeiger eingebaut. In der Kombination aus den robusten DOT`s und den stromsparenden LED`s neuester Generation, lässt sich eine deutlich lesbare, kontrastreiche Darstellung der Information bei jeder Umgebungshelligkeit realisieren. Wird es dunkel, dann werden die bistabilen Plättchen mit einer LED beleuchtet. Die Helligkeit lässt sich entsprechend der Umgebungsbeleuchtung stufig anpassen. Mit einer Glasscheibe lassen sich die DOT`s gegen Staub schützen. Das schmal aufbauende Gehäuse kann elegant in das Fahrzeugprofil integriert werden.
